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Bremse undicht
#1
Hallo zusammen.

Seit ein paar Tagen ist meine Bremse ist undicht, sehr undicht.
Druck verloren hat sie schon immer (hab den Wagen seit 2 Jahren): man konnte nach 8h gerade noch losfahren ohne zu Pumpen.

Jetzt aber entweicht der gesamte Druck nach ca. 1h mit leisem Zischen an der Entlüftung am Fußbremsventil.

   
Entlüftung: Der Anschluss ohne Schlauch ganz unten in der Mitte.

Wie hier motor-talk.de-Fußplattenbremsventil-undicht beschrieben habe ich die Leitungen von 21,22 und 4 abgeschraubt.

Pffft!!! Die Gesamte Luft eines Kessels kommt sehr schnell aus der Leitung von Anschluss 22 (nicht aus dem Ventil). 

Das bedeutet das Fußbremsventil ist ok, richtig?
Kann mir jemand sagen wo ich suchen soll?
Mein LKW hat kein ABS - gibt's irgendwo ein passendes Schama?

Vielen Dank
Thorsten

p.s.
Bei Wabco gibts in diesem PDF auf Seite 6 ein Schema
   

.png   druckluftbremse-legende.png (Größe: 87,45 KB / Downloads: 332)
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#2
Hallo,
ist der Luftverlust bei betätigter und gelöster Feststellbremse gleichermasen vorhanden?
Die Leitung 22 geht zur Vorderachse, da kann normal keine Luft zurückströmen???
Grüsse Stefan
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#3
Der Luftverlust ist unabhängig von der Stellung der Feststellbremse.
Nein, ich denke nicht dass da Luft zurück kommen sollte.

Beim Abschrauben von Anschluss 22 hat sich Tank 2 (der hintere, untere Nadel in der Anzeige) sofort entleert,
Tank 1 ist bis auf 4 bar abgesunken. 
Tank 1 baut auch wieder Druck auf.
Tank 2 verliert sofort alles durch den jetzt offenen Schlauch von Anschluss 22.

Das Fahrzeug ist übrigens ein 814 Bj 1984, mit Druckluft für Anhänger, insgesamt 3 Kessel mit Frostschutzpumpe.
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#4
Hallo,

hier erst mal ein Luftleitungsplan:

Durch Anklicken dreht sich der Plan

   

13.2 ist das Bremsventil. Luft kommt aus der Leitung am Anschluß 22. Die Leitung geht an den Bremszylinder der Vorderachse ( 20.2 ) und an das Anhängersteuerventil ( 18.5 ) 
Vom Bremszylinder kann keine Luft kommen, also kann die Luft nur vom Anhängersteuerventil kommen. 
Das passt allerdings nicht zu deinen Angaben, du schreibst ja ein Bremskreis fällt auf 0 bar ab. Wenn der Druck vom Anhängersteuerventil kommt, müssten beide Bremskreise bei 4 bar bleiben und der 3. Kreis entleert sich komplett.

Zwei Möglichkeiten: -Vierkreisschutzventil arbeitet nicht richtig.
                             -21 und 22 am Fußbremsventil sind vertauscht und der Bremskraftregler ( 26.7 ) ist def.

Bitte mal in diese Richtung prüfen.
Sind evt noch Sonderausstattungen verbaut?
Ich freue mich über eine Rückmeldung.

Grüße  Stefan
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#5
Hallo Stefan, vielen Danke für den Plan.

und Du hast Recht: da stimmt was nicht!

Ich hatte am Bremsventil von oben nach unten gedacht und nicht von rechts nach links und statt 22 die 11 abgeschraubt, natürlich ist dann ein Kessel sofort leer (wenn man den Dreck abkratzt ist die 22 sogar zu erkennen).

Neue Erkenntnis nebenbei: Tank 1 (V1 für die Hinterachse) ist demnach der innere und ist mit der unteren Nadel in der Druckanzeige verbunden.

Und damit sollte der Schuldige auch schon gefunden sein: Fußbremsventil
22 abgeschraubt: pfeift immer noch, 
11 abgeschraubt: totaler Druckverlust in V1 - nix Pfeift mehr (Vorderradbremse geht noch mit 4bar, Feststellbremse hat keinen Einfluss)

Mit einem neuen Ventil sollte alles wieder gut sein, oder hab ich noch was übersehen?

Noch mehr Anbauten hab ich nicht entdecken können, aber vielleicht sollte ich mal eine Anhängerkupplung anbauen, wenn schon Druckluft da ist :0)

Viele Grüße
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#6
Hallo,

die Fußbremsventile findet man als Nachbauten preiswert im Netz.

Leider wird das Erneuern keine dauerhafte Abhilfe schaffen. Es ist ein bekanntes Problem bei Fahrzeugen ohne Lufttrockner. An den Verschraubungen der Luftleitungen bildet sich Rost, die Rostpartikel setzen sich auf einer Dichtfläche fest und schon ist wieder ein Luftverlust da.
Das Fußbremsventil kann man auch zerlegen, evt bekommt man das sogar ohne Ersatzteile wieder dicht.
Viel Erfolg.

Grüße Stefan
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#7
Ich hatte mir im vorigen Herbst noch dieses 
https://www.ebay.de/itm/121848101744
als Reserve ins Auto gelegt.
Mein verbautes sieht schon etwas ramponiert aus und beim betätigen bläst es auch ein wenig nach innen ab...
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Mercedes-Benz LK / LN2 (Leichte Klasse)

Der LK/LN2 (Baumuster 673, 674, 675, 676, 677, 678, 679) ist der Nachfolger des LP (leicht) und der Vorgänger des Atego. Er wurde im Daimler-Benz Werk Wörth am Rhein und später auch im Werk Ludwigsfelde (der erste LK/LN2 814 rollte dort am 8.2.1991 vom Band) gebaut.
Er deckte die Baujahre 1984-1998 ab und wurde mit folgenden Motoren ausgeliefert: OM 364 (Vierzylinder), OM 364 A (=Aufladung =Turbolader), OM 364 LA (=Turbolader und Ladeluftkühlung), OM 366 (Sechszylinder), OM 366 A, OM 366 LA und OM 904 LA (Vierzylinder Eco Power).
Es gab den LK/LN2 mit den Verkaufsbezeichnungen 609 (Export), 709, 809, 811, 814, 814 Eco Power, 817, 914, 914 AK (=Allrad Kipper), 917, 917 F (=Feuerwehr), 917 AF (=Allrad Feuerwehr), 920 AF, 924 AF, 1114, 1114 AK, 1117, 1120, 1120 F, 1120 AF, 1124 F, 1124 AF, 1224 F, 1224 AF, 1314 AK, 1317 AK, 1324 AK und 1524 F. Dabei stehen die hinteren beiden Ziffern grob für die Motorleistung (x10 nehmen) und die davor stehende(n) Ziffer(n) grob für das zul. Gesamtgewicht in t.