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Zwischenrahmen für LN2
#31
Auch ein Prüfingenieur hat, und sei er noch so Erfahren, hat nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Jeder ist gut beraten, das Urteil eines Prüfingenieurs mit gesundem Menschenverstand kritisch zu hinterfragen.

Der Prüfingenieur macht dann Fehler, wenn ihm die späteren Einsatzbedingungen nicht vollumfänglich bewusst sind. Aus seinem Zitat entnehme ich, dass er sein Urteil vor dem Hintergrund der geringen Gewichtes bezogen auf ein 13 t Fahrgestell gemacht hat. Das kann ich nachvollziehen. Hätte er in seinem Urteil auch die Kräfte und die gesamte Fahrdynamik, die bei den oben beschriebenen kritischen Fahrmanövern im Gelände durchaus öfters eintreten, mit einbezogen, wäre er sicherlich zu einem anderen Urteil gekommen.

Die Zweiteilung des Zwischenrahmens begünstigt die oben beschriebenen Szenarien deshalb, weil die Seitenführung und die Aufnahme und Ableitung der Querkräfte auf die Hinterachse bis zum ersten Federbock der HA (von vorne gezählt) fehlt und weil die Befestigungen im Mittelteil sowie die stufenweise Erhöhung der Federwege fehlen.

Ansonsten trau dich einfach mal und mache einen Elchtest auf abgesperrtem Gelände und fahre mal mit ordentlich Tempo über so eine Bremsschwelle, wie man sie aus 30er Zonen kennt. Besser du machst jetzt die Erfahrung und kannst gegebenenfalls Nachbessern als das es dir irgendwo im Nirgendwo passiert.

Keine Sorge, dem Fahrwerk eines LKW's macht so eine Bremsschwelle auch bei hohem Tempo nichts aus. Ungemütlich wird es nur für die Insassen.

Eigentlich brauchst du für den Test ein oder zwei eher sanfte Bodenwellen in Folge, die etwa dem Radstand entsprechen. Mercedes hat so etwas auf ihrem Testgelände für LKW's und Unimogs. Vielleicht da mal vorsprechen und bei der Gelegenheit das ganze auch von einem zweiten Prüfingenieur begutachten lassen.

Wenn dein Prüfingenieur einen Verstoß gegen die ARL von 1993 kann ich nicht erkennen kann wo doch in der ARL von 1993 ein durchgehender Montagerahmen vorgeschrieben wird, so spricht das nicht gerade für die Kompetenz des Prüfingenieurs.
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#32
Hallo (so viel Zeit muss sein),

(12.06.2019, 17:43)burkhard schrieb: Auch ein Prüfingenieur hat, und sei er noch so Erfahren, hat nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Jeder ist gut beraten, das Urteil eines Prüfingenieurs mit gesundem Menschenverstand kritisch zu hinterfragen.

Wenn ich das nicht hinterfragt hätte würde ich den Rahmen wohl kaum so gebaut haben und Du kannst mir glauben, neben Deiner Meinung habe ich viele Dutzend Threads hierzu gelesen, abgewogen und neben Deiner Meinung auch noch andere Kompetenz zu Rate gezogen. Im Übrigen ist unser Prüfer eine wirklich anerkannte Instanz, der auch von vielen Kollegen aus dem gleichen Nutzungsspektrum (allradgetriebene LKW-Fernreisen) gerne aufgesucht wird.

(12.06.2019, 17:43)burkhard schrieb: Der Prüfingenieur macht dann Fehler, wenn ihm die späteren Einsatzbedingungen nicht vollumfänglich bewusst sind.

Diese Anmaßung würde ich mir nicht erlauben, warum denkst Du das wir das nicht vorbesprochen haben. Glaubst Du der riskiert seine Lizenz zum Zulassen?

(12.06.2019, 17:43)burkhard schrieb: Aus seinem Zitat entnehme ich, dass er sein Urteil vor dem Hintergrund der geringen Gewichtes bezogen auf ein 13 t Fahrgestell gemacht hat. Das kann ich nachvollziehen. Hätte er in seinem Urteil auch die Kräfte und die gesamte Fahrdynamik, die bei den oben beschriebenen kritischen Fahrmanövern im Gelände durchaus öfters eintreten, mit einbezogen, wäre er sicherlich zu einem anderen Urteil gekommen.

Nicht richtig, Burkhard, das war nicht das Zitat des zulassenden Prüfingenieurs, sondern jener Person die über den Link aufzurufen die Möglichkeit bestand und besteht (siehe Quellenangabe). Da bist Du im persönlichen Eifer und aus Fürsorge um mein Wohl, dafür durchaus mein Dank, wohl durcheinander geraten.


(12.06.2019, 17:43)burkhard schrieb: Ansonsten trau dich einfach mal und mache einen Elchtest auf abgesperrtem Gelände und fahre mal mit ordentlich Tempo über so eine Bremsschwelle, wie man sie aus 30er Zonen kennt. Besser du machst jetzt die Erfahrung und kannst gegebenenfalls Nachbessern als das es dir irgendwo im Nirgendwo passiert.

Ja, mache ich, ist aber auch schon vorgesehen gewesen


(12.06.2019, 17:43)burkhard schrieb: Wenn dein  Prüfingenieur einen Verstoß gegen die ARL von 1993 kann ich nicht erkennen kann wo doch in der ARL von 1993 ein durchgehender Montagerahmen vorgeschrieben wird, so spricht das nicht gerade für die Kompetenz des Prüfingenieurs.

Auch nicht richtig wiedergegeben, wenn Du nochmal nachliest siehst Du, dass "ich" keine Verletzung der ARL gesehen habe. Evtl. hat der Prüfingenieur eine Verletzung gesehen, konnte aber eine zulässige Abweichung erkennen und zulassen.

Ich kenne jetzt nicht Deinen beruflichen Hintergrund, aber vielleicht bildest Du ja amtlich anerkannte Sachverständige aus oder bestellst diese zu selbigen, dass Du Dir solche Urteile erlauben kannst. Die Kompetenz des Prüfingenieurs vermag ich nicht zu beurteilen, steht mir nicht zu. Der gute Mann nimmt jetzt eher selten den täglichen Golf 7 ab sondern tummelt sich fast ausschließlich im Sonderfahrzeugbau (LKW) und kennt unser geplantes Einsatzspektrum.

Ich hänge jetzt auch keinem fixen Meinungskartell an, aber hier noch noch ein Zitat aus einem Forum wo viele Allrad-LKW-Besitzer unterwegs sind:

Zitat:Ob der Zwischenrahmen einteilig oder zweiteilig ist ist egal .
Meiner ist seit 27 Jahren, bei mittlerweile dem 4 . Fahrzeug , zweiteilig .

So kann der Fahrzeugrahmen arbeiten wie er soll und wird nicht durch irgendeine Konstruktion daran gehindert .

Voraussetzung ist aber ein stabiler Kabinenboden.

Vielleicht wartest Du mit mir mal den Praxistest ab, und wenn uns das Konstrukt die vorhergesagten Szenarien beschert werde ich das hier genau beschreiben.



Gruß (so viel Zeit muss sein)

Stefan
Flüsternd  Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfasst  Zwinkernd
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#33
Abwarten. Die Praxis wird es schon wieder richten.

Viele Grüße
Burkhard
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#34
Man sieht viele Bilder, wo ein vorderes und ein hinteres Rad mit dem Stapler angehoben wird, um die Verschränkung des Fahrzeugs ( ohne Aufbau ) zu bestimmen. Leider findet man aber selten Bilder dieser Fahrzeuge nach erfolgter Montage des Zwischenrahmens UND nach Hochzeit mit dem Koffer. Diese wären ja eigentlich die interessanten Bilder....müssten dann nicht mal welche mit einem Stapler, sondern einfach nur in (sehr!!) unebenem Gelände sein, um zu sehen, wie sich sowohl der Fahrzeugrahmen als auch der Zwischenrahmen inkl. Koffer verhalten. Solche Bilder dürften eigentlich in einer "Fahrzeugaufbaudoku" nicht fehlen und würden zu allen theoretischen Informationen über Kofferlagerungen auch etwas Handfestes liefern und Fragen beantworten wie etwa :  Wirken sich meine Entscheidungen bezüglich Kofferlagerung in der Praxis auch wirklich so aus, wie ich es mir wünsche?
Bei mir werde ich in jedem Fall das Fahrzeug ohne ZR und Aufbau im schweren Gelände fahren um ein Gefühl dafür zu bekommen. Später mit der Ladung noch einmal, um einen direkten Vergleich zu haben und zu erkennen, welche Auswirkungen mein ZR inkl. Koffer auf das Fahrverhalten im Gelände haben....
Am besten wäre natürlich die Montage von 2-3 Kameras, welche zusätzlich das dynamische Verhalten dokumentieren!
Gibt leider viel zu wenig solche Sachen im Netz  LKW spielend !!

Gruss Romano

PS : Ich rede hier natürlich von Fahrzeugen für den Gelände- und Pisteneinsatz....
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#35
Wink 
Absolut. 
Das einzige was ich gefunden habe ist der Herman, den jeder kennen wird, dank der ausgeklügelten Marketing Strategie von Herrn Teichmann  Zwinkernd

https://www.youtube.com/watch?v=sUe2c9US...Ge&index=2
Ab 4:29

Romano, ich werde deinem Wunsch nachkommen Zwinkernd
Einer kann es immer besser als du ! Also dran bleiben ...........
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#36
(22.05.2019, 19:21)Wohnklo schrieb: Hallo,

ich möchte mich hier mal einklinken.
Irgendwann muss ich mir auch mal Gedanken um einen Zwischenrahmen machen. Ich hab allerdings ein Problem, da ich die klassische, einfache Lösung - hinten Festlager und vorne Federn nicht umsetzen kann.
Grund dafür ist, das der Zwischenrahmen, ja bis über die hinteren Befestigubfspunkte der vorderen Federn reichen sollte. Da ich aber die Gruppenkabine beibehalten, habe ich dort dann kaum Platz, damit der Hilfsrahmen zum Fahrzeugrahmrn verwinden kann.
Nun könnte ich das Festlager vorne montieren und hinten Federn, das soll aber wohl auch nicht so gut sein.
Den Zwischenrahmen nicht bis unter die Gruppenkabine zu ziehen ist aber sicher auch nicht so gut - oder ?

Wie ist das bei einer orginal Mercedes Doka gelöst ?


Gruß
Dirk



Hallo,


kann mir evtl. jemand meine Frage beantworten ?

Wie wichtig ist es wirklich den Zwischenrahmen bis über die hintere Aufnahme, der vorderen Feder zu ziehen ?
Ich würde gern einen federgelagerten Rahmen nutzen, dabei ergibt sich allerdings o.g. Problem.


Grüße Dirk
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Mercedes-Benz LK / LN2 (Leichte Klasse)

Der LK/LN2 (Baumuster 673, 674, 675, 676, 677, 678, 679) ist der Nachfolger des LP (leicht) und der Vorgänger des Atego. Er wurde im Daimler-Benz Werk Wörth am Rhein und später auch im Werk Ludwigsfelde (der erste LK/LN2 814 rollte dort am 8.2.1991 vom Band) gebaut.
Er deckte die Baujahre 1984-1998 ab und wurde mit folgenden Motoren ausgeliefert: OM 364 (Vierzylinder), OM 364 A (=Aufladung =Turbolader), OM 364 LA (=Turbolader und Ladeluftkühlung), OM 366 (Sechszylinder), OM 366 A, OM 366 LA und OM 904 LA (Vierzylinder Eco Power).
Es gab den LK/LN2 mit den Verkaufsbezeichnungen 609 (Export), 709, 809, 811, 814, 814 Eco Power, 817, 914, 914 AK (=Allrad Kipper), 917, 917 F (=Feuerwehr), 917 AF (=Allrad Feuerwehr), 920 AF, 924 AF, 1114, 1114 AK, 1117, 1120, 1120 F, 1120 AF, 1124 F, 1124 AF, 1224 F, 1224 AF, 1314 AK, 1317 AK, 1324 AK und 1524 F. Dabei stehen die hinteren beiden Ziffern grob für die Motorleistung (x10 nehmen) und die davor stehende(n) Ziffer(n) grob für das zul. Gesamtgewicht in t.