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Abtrünnig geworden...
#1
Da hatte ich mich nun monatelang auf einen 1124 oder einen 1120 eingeschossen.

Und dann kommt sowas:

Angefangen hat die Geschichte dadurch, dass ich einem Fahrzeug das bei einem Händler in Holland stand, hinterherspioniert habe.
Genauer gesagt ich habe bei der schweizer Feuerwehr, bei der das Fahrzeug gelaufen war angerufen um mich über das "Vorleben" zu erkundigen.

So kam man ins Gespräch und verstand sich gut.

Es dauerte ein paar Tage, dann kam eine überraschende Mail aus der Schweiz:
Sie hätten da noch ein Fahrzeug, das Ende März frei wird, das wäre viel günstiger als ein Fz. vom Händler.
Der Kaufpreis ist vom Gemeinderat taxiert.

Ein paar Mails gingen hin und her.
Kurz - ich komme gerade aus der Schweiz - habe das Auto gekauft.

Nun ist es ein MB 1428 AF geworden, schnelle Achsen, Allison-Wandler mit Retarder, Sperren Mitte und Hinten, neue Isri-Luftsitze mit Gurten, optisch und technisch absolut top. Wartungen und Reparaturen fein säuberlich dokumentiert, kein Rost, keine Undichtigkeiten, lief wie "Glöckchen" und zog mit stoischer Bullenkraft, so wie ich die Maschine aus alten Tagen in Erinnerung hab, die schweizer Berge hinauf. Der Benz hat im März Geburtstag und wird H-fähig.
Der Preis war saaaaagenhaft günstig.  Tanzend
Da kann ich dem V8 über viele Jahre hinweg schon ein bisschen was zu trinken geben um auf die Kosten zu kommen was ein schöner 1124 mehr in der Anschaffung gekostet hätte.

Der Zufall wollte es scheinbar so, dass ich wieder den OM 422 fahre. Kenne den Motor bestens. Der war in den 0303 Bussen verbaut, die wir früher bei 
https://www.rotel.de hatten. 


Nun bin ich also abtrünnig geworden - doch kein LN2......


Grüße
Swaggie
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#2
Och joh, irgendwas ist halt immer, nä. Zwinkernd

Herzlichen Glückwunsch trotzdem!!! Klingst ja auch nicht gerade traurig über den Erwerb... Hihihi

Gibt es Bilder, die Du vielleicht mit uns teilen magst?
Viele Grüße!
Stephan

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Vertauscht man in einem einzigen Wort nur zwei Buchstaben, kann das schon den ganzen Satz urinieren.
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#3
Ich Dödel hab vergessen Bilder zu machen, hab aber der FW schon geschrieben,
dass sie mir welche schicken. Brauch die ohnehin für die Vorbesprechung beim TÜV für H.
Sobald ich Bildmaterial hab, zeig ich das gern.
Ist das denn wirklich erwünscht, der Große bei den Kleinen hier?  Zunge rausstreckend

Nein, traurig bin ich keinesfalls über den Erwerb. 
Es war halt auch äußerst schwierig mit meinen Ansprüchen an die Konfiguration
des Wunschfahrzeugs einen passenden LN2 zu finden.
Der einzig für mich perfekt konfigurierte 1124 stand oder steht beim Teichmann.
Lange Achsen, Automatik und Retarder das wollte ich unbedingt.
Ich hätte dafür auch den mittlerweile unverschämt hohen Händler-Marktpreis bezahlt.
Die Abgabe aber dann nur mit "Knebelvertrag" für einen Umbau oder mit Rückkaufsrecht
wenn es nicht zu einem weiteren Ausbauauftrag kommt....irgendwo hört es da bei mir auf.
Da habe ich lieber den V8 genommen, der mir da für n´ Appel und ein Ei zugelaufen ist.
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#4
Herzlichen Glückwunsch zum "Großen" Daumen hoch! 
Tja, das Leben.
Ist doch irre, was du da schreibst, das sollte wohl wirklich so sein, denke ich.
Wer bekommt schon Infos vom Vorbesitzer und dann auch aus einem andern Land. Dann auch noch ein gutes Gespräch oder gute Mails und dann noch so ein Angebot.
Einfach genial.
Ich hab meinem Mann das gerade vorgelesen und er war total begeistert und lässt auch Glückwünsche ausrichten.
Liebe Grüße und viel Freude am V8
wünschen
Sven und Regina
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#5
Hallo, herzlichen Glückwunsch zum Neuerwerb, freue mich schon auf ein paar Bilder. Sehr gerne kannst du auch bei uns einen Aufbau-Blog starten. Gruß

Stefan
Flüsternd  Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfasst  Zwinkernd
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#6
Danke für die Glückwünsche.  Lächelnd

@Stefan 
Mit dem Aus- u. Aufbau wird es noch dauern, erst mal steht der Eigenimport an. 
Hab mich da erst schlau machen müssen.
Hole das Fahrzeug erst am 08.04. da es am 07.04. den 30ten EZ Geburtstag hat.
Dann kann ich es als Oldtimer einführen (so der Zöllner willig) d. h. 0,0% Zollgebühren und nur 7% Einfuhrumsatzsteuer.
Vom örtlichen TÜV bekomme ich eine Bescheinigung, dass das Fahrzeug auf Grund der schweizer Papiere und der
vorgelegten Fotos voraussichtlich H-fähig ist.
Schweizer Exportkennzeichen gibts relativ problemlos, hab mit dem zuständigen Straßenverkehrsamt schon telefoniert.
Bei den Kennzeichen ist eine Versicherung mit dabei. Kennzeichen gibts je nach Wahl (kostenabhängig) für mehrere Tage bis längstens Monatsende.
Insgesamt aber schon ein Zirkus so ein Eigenimport - vor allem wenn man auch nicht willig ist die 3,7% Zoll und die 19% USt. zu zahlen - so wie ich.  Schwitzend

Ursprünglich wollte ich die Zollformalitäten selbst erledigen, da aber "Oldtimerimport" nicht so oft vorkommt, habe ich selbst von der Zollauskunft unterschiedliche
Angaben zu hören bekommen. 
Nachdem ich dann bei 6-7 Zollagenturen angerufen habe, die eigentlich auf so einen Einmalkunden keinen Bock hatten und auch keine Ahnung von der Einfuhr eines
Oldtimers nach DE, bin ich dann endlich an den Zollagenten Timo Kramer geraten. 
Der hörte sich sehr kompetent an und verzollt täglich mehrere Fahrzeuge die auf eigener Achse importiert werden. Er sagt, kriegen wir hin - Tagesgeschäft.
N´Kaffee gibt´s dann außerdem bei ihm im Büro....

Wenn mal wer Bedarf hat:

TGS
Trasadinger Grenz-Speditions AG
Flüelistrasse
CH-8226 Schleitheim
www.tgs-ag.ch


Jooo und hier Bilder von dem "Großen" mit den putzigen kleinen Rädern....


.jpg   MB1428:1.JPG (Größe: 102,95 KB / Downloads: 140)


.jpg   MB1428:2.JPG (Größe: 122,29 KB / Downloads: 140)


.jpg   MB1428:3.JPG (Größe: 136,49 KB / Downloads: 140)


.jpg   MB1428:4.JPG (Größe: 143,81 KB / Downloads: 140)
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#7
Sieht gut aus, echt.
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#8
(27.02.2019, 03:18)Swaggie schrieb: Vom örtlichen TÜV bekomme ich eine Bescheinigung, dass das Fahrzeug auf Grund der schweizer Papiere und der
vorgelegten Fotos voraussichtlich H-fähig ist.

Bei uns hier ist das in dem Moment vorbei in dem du den Koffer abnimmst.  Vorschriften

Gruß René
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#9
Hi Rene, 

um Koffer abnehmen geht es erst mal nicht. Das Schreiben ist lediglich für den Zoll bei der Einfuhr eine Entscheidungshilfe.

Wenn das Auto in der Schweiz schon als Oldtimer zugelassen gewesen wäre, ist ein vergünstigter Steuersatz bei der 
Einfuhr leicht zu bekommen.

Das Kriterium, dass das Fz. 30 Jahre alt ist zählt für den Zoll aber in meinem Fall erst mal nicht.
Ich habe mit einem Zöllner der direkt an der Grenze die Kontrollen durchführt telefoniert.
Der sagte mir, dass es für sie immer schwer zu beurteilen sei ob ein entsprechend altes Fahrzeug auch
die sonstigen Voraussetzungen für eine H-Zulassung in DE mitbringt.
Ein gutes Argument für mich sei eine vorläufige Stellungnahme eines TÜV-Sachverständigen.
(Die offizielle Telefonauskunft des Zolls ist in solchen Fällen, gelinde ausgedrückt - nicht kompetent)

Natürlich habe ich mit dem TÜVler heute auch besprochen was im H-Rahmen machbar sei.

Möglichkeit
a) das äußere Erscheinungsbild des Autos soll in zeitgenössischer Feuerwehroptik erhalten bleiben.

Einzelbereifung mit z.B. 14er und Höherlegung ist kein Problem.
Blaulicht mit Funktion !!! soll bleiben und im öffentlichen Straßenverkehr abgedeckt werden.
Martinshorn muss raus
Durchstieg Fahrerhaus - Aufbau sieht der Prüfer kein Problem
Aufbau soll äußerlich in etwa erhalten bleiben.
Eine Dacherhöhung ist machbar. Am besten mit Alublech, so Dachkistenoptik
Aufbau anders lagern kein Problem.
Sonnenblende, Bullbar, Schnorchel und Anbauteile die es für den NG schon früher gab sind drin.
Lampen können LED sein, aber in zeitgenössischem Design.
Koffer entkernen und Whirlpool reinstellen geht. Soll heißen, beim Innenausbau kann ich machen was ich will.   
Fazit:
Ich müsste also Schale in Schale bauen. Rolladen auf und dann kommen nochmal Wände mit Fenster 
u. Tür - so in etwa stellt der Prüfer sich das vor.
Zusatztank in den vorhandenen Staufächern verstecken...

Wie sich der Feuerwehraufbau dazu eignet kann ich noch nicht absehen.
Sauschwer ist das Ding allemal - viel Eisen, wenig Alu, viel Arbeit, viel isolieren


Möglichkeit
b) Eine Zulassung als Wechsellader, also nur Fahrgestell mit Container Twist Lock System
dann würde der Aufbau als Ladung zählen.
Bei dieser Lösung hat auch der Gutachter hier Bauchschmerzen.
Ein kategorisches "Nein" gab es aber nicht.

Bezüglich der H-Zulassung gibt es selbst an einer Prüfstelle unterschiedliche Meinungen der Sachverständigen.
Etliche H-Bestimmungen sind ja sehr dehnbar und können so oder so ausgelegt werden.
Die Prüfer haben heute auch diskutiert - noch fand ich es lustig.


Ich hab mal Namen und Prüfstelle abgedeckt, wer´s wissen will bei welchem TÜV dann per PN.


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#10
Hallo Swaggie
unser kleiner war vorher auch eine Feuerwehr, und jetzt ist er ein Wohnmobil  bzw.
ein Sonder-KFZ Wohnmobil über 2,8 t mit H-Kennzeichen.
Ist etwas Arbeit und viel Recherche, aber möglich.
LG
Sven und Regina
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Mercedes-Benz LK / LN2 (Leichte Klasse)

Der LK/LN2 (Baumuster 673, 674, 675, 676, 677, 678, 679) ist der Nachfolger des LP (leicht) und der Vorgänger des Atego. Er wurde im Daimler-Benz Werk Wörth am Rhein und später auch im Werk Ludwigsfelde (der erste LK/LN2 814 rollte dort am 8.2.1991 vom Band) gebaut.
Er deckte die Baujahre 1984-1998 ab und wurde mit folgenden Motoren ausgeliefert: OM 364 (Vierzylinder), OM 364 A (=Aufladung =Turbolader), OM 364 LA (=Turbolader und Ladeluftkühlung), OM 366 (Sechszylinder), OM 366 A, OM 366 LA und OM 904 LA (Vierzylinder Eco Power).
Es gab den LK/LN2 mit den Verkaufsbezeichnungen 609 (Export), 709, 809, 811, 814, 814 Eco Power, 817, 914, 914 AK (=Allrad Kipper), 917, 917 F (=Feuerwehr), 917 AF (=Allrad Feuerwehr), 920 AF, 924 AF, 1114, 1114 AK, 1117, 1120, 1120 F, 1120 AF, 1124 F, 1124 AF, 1224 F, 1224 AF, 1314 AK, 1317 AK, 1324 AK und 1524 F. Dabei stehen die hinteren beiden Ziffern grob für die Motorleistung (x10 nehmen) und die davor stehende(n) Ziffer(n) grob für das zul. Gesamtgewicht in t.