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Anzeige im Kombiinstrument (frei programmierbar)
#1
Hallo,

da momentan das Forum fast eingeschlafen ist, dachte ich, es ist ein guter Zeitpunkt, einen Beitrag zu schreiben  Zustimmend

Bei mir existiert schon länger der Wunsch, den Motor besser zu überwachen.

Mein Motor ist optimiert, um das Ansprechverhalten bei niedriger Drehzahl zu verbessern.
Nun dachte ich es ist gut zu wissen, ob sich die Betriebsbedingungen hierdurch verändern bzw. so verändern, dass es für den Motor negativ ist.

Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich diese Anzeige gebaut habe. Dazu reichen meine Kenntnisse nicht.

Von Interesse für mich waren folgende Werte:
-Wassertemperatur
-Öltemperatur
-Öldruck
-Ladedruck
-Ladelufttemperatur nach Turbo
-Ladelufttemperatur nach Ladeluftkühler
-Abgastemperatur
-Lambdawert 
-Drehzahl
-Außentemperatur 
-Uhrzeit

Diese Werte lassen sich über zusätzliche Instrumente anzeigen, jedoch hätte ich dann eine ganze Batterie von Anzeigeinstrumenten auf meinem Armaturenbrett. Das sieht sicher ralleymäßig aus, gefällt mir aber nicht.

Meine Lösung sieht momentan so aus:

   

Anstelle des Drehzahlmessers sitzt jetzt ein 7 Zoll Touch-Display.

Beim Einschalten der Zündung erscheint für 2 Sec folgendes Bild:
(hier kann aber ein beliebiges Bild, Schriftzug oder gar nichts eingefügt werden)

   

Nach zwei Sekunden wechselt die Anzeige:
Die Werte, die den Motor betreffen, sind in Balkendiagrammen angeordnet.
Alle Werte sind auf einmal dargestellt sind. So lassen sie sich auch gut vergleichen.

Die Balken lassen sich farblich anpassen.
Bei der Öltemperatur ist der Balken bis 60 Grad blau, von 60 bis 100 Grad grün und ab 100 Grad rot.
Außerdem ist über jedem Balken ein kleiner roter Strich. Der wandert immer auf den maximal angezeigten Wert und bleibt dann dort stehen.
Beim nächsten Zündungswechsel werden die Maximalwerte wieder auf 0 zurückgesetzt. Mit einem Fingertipp in das untere mittlere Drittel der Anzeige können die maximal Werte jederzeit zurückgesetzt werden.

   

Die nächste Oberfläche:

   

und eine 3. Oberfläche, welche ich wahrscheinlich wieder herausnehmen werde.

Bis jetzt hat sich das Display mit den Balkendiagrammen zur Überwachung der Motorwerte als sehr übersichtlich herausgestellt.
Die Anzeige mit dem großen Drehzahlmesser (Uhrzeit/Außentemperatur/Öltemperatur/Öldruck) ist für den Alltagsgebrauch übersichtlich und zum Ablesen komfortabel.

   

Die verschiedenen Ansichten wählst du mit einem Fingerdruck auf die Mitte des Displays aus.

Mit einem Druck links oben auf das Display kommst du in ein SetUp-Menü:

   

In diesem Menü kannst du für jeden Messwert einen Warnwert einstellen.
Dies geht durch Verschieben des roten Strichs mit dem Finger. 
In dem Display ist ein Summer, der beim Überschreiten des eingestellten Wertes einen Warnton abgibt.

Beim Öldruck ist es so, dass der Summer erst nach Einschaltung der Zündung und einem Öldruck größer 1bar aktiv ist, sonst würde bei eingeschalteter Zündung
und stehendem Motor ständig der Summer piepsen.

Diese eingestellten Warnwerte sind immer aktiv, egal in welcher Oberfläche du dich befindest.

Das ist für mich sehr wichtig gewesen. Wenn du auf der Autobahn unterwegs bist, schaust du irgendwann nicht mehr ständig auf so wichtige Anzeigen wie Öldruck oder Wassertemperatur. Wenn hier ein Kühlwasserschlauch platzt, bekommst du umgehend eine akustische Warnung und kannst reagieren, bevor ein Folgeschaden entsteht.

Auch ein kleiner Datenlogger ist integriert.
Der kann 120 Messungen aufzeichnen. Du kannst wählen, in welchem Zeitabstand die Messungen gemacht werden sollen.
Wenn jede Sekunde eine Messung erfolgen soll, lassen sich zwei Minuten loggen. Wählst du alle zwei Sekunden, lassen sich vier Minuten loggen, usw..

   


Bei dem Display war ein Einbaurahmen dabei, der anstelle der Blende des Drehzahlmessers in das Kombi-Instrument kommt.
Den Einbaurahmen habe ich lackiert, damit er farblich zu den beiden Blenden links und rechts passt.

Das schöne ist, dass du auf dem Display auch andere Werte darstellen kannst.
Also z.B. deine Tankuhr oder für jeden Tank eine Anzeige, wenn du mehrere Tanks hast. Auch hier lassen sich Warnwerte einstellen.

Möglich ist es, sich die Werte als Rund-Instrumente anzeigen zu lassen. Hier lässt sich sehr viel individuell gestalten.

Für alle angezeigten Messwerte sind eigene Sensoren/Fühler verbaut.

Die Sensoren sind alle an eine Box angeschlossen, die im Motorraum sitzt. Von dort geht eine Leitung zu dem Display im Kombi-Instrument.
Um das Display im Kombi-Instrument unterzubringen, muss der Instrumententräger beschnitten werden. Du kannst jederzeit wieder den originalen Drehzahlmesser mit der originalen Verkleidung einbauen.

Auf den Lambda-Wert würde ich heute verzichten. Den benötigst du nur für Anpassungen an der Einspritzpumpe/Lader.
Hierfür wird ein Controller und eine Lambdasonde benötigt. Das verteuert die Erstellung des Displays erheblich.

Änderungen der Anzeigen auf den Oberflächen sind jederzeit möglich, ohne das Display auszubauen/zu versenden.
Auf der Platine des Displays ist ein Slot für eine SD-Karte, mit der Hilfe die Software geändert werden kann.

Ich werde das Instrument die nächsten drei Wochen testen und dann entscheiden, ob und wie ich die Oberflächen anpasse/ändere.
Nur durch Erfahrung und Anwendung ist meines Erachtens eine Optimierung möglich.

Wenn ich mehr weis, ergänze ich diesen Beitrag und teile meine Erfahrungen mit.

Grüße Stefan
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#2
Das ist ja Porno!
Auf sowas fahre ich voll ab und bin gespannt auf weitere Infos.
Haben Muss  Tadah!
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#3
Alter Schwede!
Das ist ja wohl mal der Hammer! So ein Display einbauen würde ich vielleicht auch noch gerade hinkriegen, denke ich. Aber damit hat sich das dann auch. Einen Zaubercomputer im LN2... Geile Sache!
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#4
Moin Stefan,

....aber wirklich "Alter Schwede".......

Ein tolles Projekt. Bin gespannt, welche Erfahrungen Du machst.

Du schreibst, es wurden spezielle Sensoren verbaut. Sind diese für Jedermann verfügbar?

Bis ich über so etwas nachdenken kann, wird wohl noch der eine oder andere Winter vergehen....

Gruß Klaus
Was ist das Schwerste von allem? Was dir das Leichteste dünket: Mit den Augen zu sehn, was vor den Augen dir lieget.

J.W. v. Goethe
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#5
Hallo Klaus,

es werden ausschließlich aktive Drucksensoren und genaue PT-100 Temperatursensoren verwendet.
Die Temperatursensoren werden dann noch kalibriert und arbeiten deshalb sehr genau.
Es gibt dazu auch ein verstecktes Kalibriermenu im Display.

In dem Karton des Displays waren auch alle Sensoren fertig kalibriert.

   

Grüße Stefan
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#6
Hallo,

hier mal ein Bild von den Temperatursensoren für die Ladeluft:

   

Sensor für Abgastemperatur:

   

Sensoren für Öldruck original, Öldrucksensor für Display und Öltemperatursensor für Display. ( Am Ölfiltergehäuse )

   

Grüße Stefan
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#7
Stefan,
Ganz tolles Projekt. Wer ist der Lieferant ?
Gruss 
Rolf
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#8
Hallo Kurben,

bitte wende dich mit Anfragen an Bernhard.    Mail:  

Er erstellt auch die Oberflächen nach deinem Wunsch.

Den Preis empfinde ich als fair.

Grüße Stefan
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#9
http://www.pro-el.eu/ZEE_ZAA-DD-1.pdf
Flüsternd  Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfasst  Zwinkernd
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#10
Im loving it! Great idea around pressure and water alarms when driving! Im eager to explore something similar. Nice!!
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Mercedes-Benz LK / LN2 (Leichte Klasse)

Der LK/LN2 (Baumuster 673, 674, 675, 676, 677, 678, 679) ist der Nachfolger des LP (leicht) und der Vorgänger des Atego. Er wurde im Daimler-Benz Werk Wörth am Rhein und später auch im Werk Ludwigsfelde (der erste LK/LN2 814 rollte dort am 8.2.1991 vom Band) gebaut.
Er deckte die Baujahre 1984-1998 ab und wurde mit folgenden Motoren ausgeliefert: OM 364 (Vierzylinder), OM 364 A (=Aufladung =Turbolader), OM 364 LA (=Turbolader und Ladeluftkühlung), OM 366 (Sechszylinder), OM 366 A, OM 366 LA und OM 904 LA (Vierzylinder Eco Power).
Es gab den LK/LN2 mit den Verkaufsbezeichnungen 609 (Export), 709, 809, 811, 814, 814 Eco Power, 817, 914, 914 AK (=Allrad Kipper), 917, 917 F (=Feuerwehr), 917 AF (=Allrad Feuerwehr), 920 AF, 924 AF, 1114, 1114 AK, 1117, 1120, 1120 F, 1120 AF, 1124 F, 1124 AF, 1224 F, 1224 AF, 1314 AK, 1317 AK, 1324 AK und 1524 F. Dabei stehen die hinteren beiden Ziffern grob für die Motorleistung (x10 nehmen) und die davor stehende(n) Ziffer(n) grob für das zul. Gesamtgewicht in t.