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Kupplungsnehmer zieht Luft
#1
Ich kann hier mal von schlechter Erfahrung schreiben beim Kauf von günstigen Ersatzteilen.
Ich habe vor etwa zwei Jahren den alten Kupplungsnehmer ausgetauscht weil ich die Zuleitung tauschen musste und dachte, naja, kann ja nicht schaden den gleich mit zu tauschen, nach den Jahren.
Das ging ne Weile gut. Inzwischen habe ich die Erfahrung, dass wenn es draußen kühler wird, so unter 10 Grad, der neue Zylinder wohl manchmal Luft zieht beim Betätigen oder sogar im Ruhezustand durch die Nacht hindurch. Sehr merkwürdig und hat mich schon richtig geärgert. Konnte nach kurzer Fahrt nicht mehr kuppeln, Pedal lag am Blech. Nach hochziehen und zwei, dreimal pumpen geht es dann wieder. Total nervig weil nur manchmal , also total unberechenbar.
Inzwischen habe ich in anderen Fahrzeug Foren von ähnlicher Erfahrung gelesen. Der Grund liegt wohl an der schlechten Qualität der Passgenauigkeit des Kolbens im Nehmer und den Gummis. Klar wollte ich Geld sparen aber so einen Mist hätte ich mir gerne erspart.

Tatsächlich denke ich gerade den alten wieder einzubauen. Den habe ich nämlich noch. Ich hatte auch ein Rep-Satz gekauft, der passte aber nicht. Natürlich auch Internet.  Bei den Kolben gibt es von den Baujahren einige verschiedene.

Welchen Anbieter könnt ihr da empfehlen oder muss es tatsächlich das MB Teil sein? Bei dem Dichtsatz werde ich wohl tatsächlich jetzt mal zu MB gehen.
 
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#2
Hallo Marco,



Ich möchte nicht auf die Qualitätsunterschiede eingehen, das lässt sich sicher nicht pauschal beantworten.



Die Kupplungsbetätigung an unseren Autos geht hydraulisch. 



Beim Treten des Kupplungspedals drückt der Kolben vom Geberzylinder Bremsflüssigkeit in die Verbindungsleitung zum Nehmerzylinder. Durch das eingebrachte Volumen im Nehmerzylinder bewegt sich der Kolben und betätigt über ein Gestänge die Kupplung.



Beim Loslassen des Kupplungspedals geht der Vorgang genau umgedreht. Die Federkraft der Druckplatte in der Kupplung drückt gegen den Kolben im Nehmerzylinder und das verdrängte Volumen Bremsflüssigkeit drückt den Kolben im Geberzylinder und dein Kupplungspedal in die Ausgangsstellung zurück.

Bitte Bild anklicken, dann ist es nicht verdreht  Zwinkernd



   





Nun zu deiner Beanstandung an der Kupplungsbetätigung:



Du trittst auf das Pedal und hast keinen Widerstand, das durchgetretene Pedal kommt nicht in die Ausgangsstellung zurück, wenn du es mit der Hand hochziehst, funktioniert es manchmal wieder.



Hier liegt die Ursache am Geberzylinder. Beim Treten der Kupplung überfährt der Kolben im Geberzylinder die Nachlaufbohrung und es müsste sich Druck in der Leitung aufbauen. Die Primärmanschette oder die Zylinderwandung in der der Kolben läuft sind beschädigt. Die Bremsflüssigkeit strömt an der Primärmanschette vorbei und drückt sich zurück in den Ausgleichbehälter.



Bitte Bild anklicken, dann ist es nicht verdreht  Zwinkernd

   



Grundsätzlich kann man sagen:

-Bremsflüssigkeitsverlust am Nehmerzylinder  ( also an der Kupplung unten ) Nehmerzylinder defekt.

-Kupplungspedal fällt ohne Widerstand durch, kommt nach dem Betätigen nicht zurück, Bremsflüssigkeitsverlust am Geberzylinder ( im Innenraum ) Geberzylinder defekt.



Das Erneuern des Geberzylinders wird bei deiner Beanstandung Abhilfe schaffen.



Viel Erfolg



Grüße Stefan
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#3
Stefan.
Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich liebe dieses Forum jetzt schon.
Ich habe aber kein Flüssigkeitsverlust. Nix, Garnichts.
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#4
Das Phänomen tritt auch wirklich selten auf und wie beschrieben nur in der kühleren Zeit. Gerade Montag habe ich es wieder erlebt. Wir hatten es so um die 8 Grad am Mittag. Ich fahre damit ja schon seit letztem Herbst rum, wo es das erste mal passierte nach einer sehr kühlen Nacht. Musste dann anhalten....blöde Situation da ich den Gang auch nicht mehr rausbekam. Habe aber zum Glück eine Parkbucht erwischt. Habe dann entlüftet. Dann keine Probleme 400km. Zuhause habe ich dann die Hydraulik einmal durchgespült. Dann zwei drei Wochen keine Probleme bis Winterlager. Im Winterlager hat er einmal auch rumgezickt im Dezember als ich ihn etwas bewegt habe. Und nu am Montag wieder.
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#5
Ich merke gerade, man sollte nicht so einfach von "word" hier reinkopieren. Tut mir Leid das es da oben bei der Beitragserstellung so klein geworden ist Kopfkratzend
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#6
Hallo Marco,

auf der 2. Skizze ist der Geberzylinder zu sehen. Auf dem Kolben ist links die Primärnanschette, re die Sekundärmanschette. Die Primärmanschette ist als Topfmanschette aufgebaut, das bedeutet das der Druck der Bremsflüssigkeit die Manschette zusätzlich an die Zylinderwandung andrückt.
Hier ist bei deinem Zylinder eine Undichtigkeit vorhanden.  Es ist eine innere Unrichtigkeit, die Sekundärmanschette verhindert das Austreten der Bremsflüssigkeit. Die Bemsflüssigkeit strömt in den Ausgleichbehälter zurück.
Ich hatte versucht das auf der Skizze darzustellen.
 Deine Beobachtung dass es bei Kälte stärker auftritt erklärt sich durch die Verhärtung der Manschette bei Kälte, die Manschette kann sich dann schlechter an die Zylinderwand an legen und lässt die Bremsflüssigkeit zurück strömen.

Grüße Stefan
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#7
Vielen vielen Dank. Ich werde mich gleich dran machen. Das hört sich nach der Lösung an. Gut das ich nicht unten schon "nochmal" gewechselt habe. Da muss man auch erstmal drauf kommen Kopfkratzend
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#8
Hallo Naumi0 , Kollegen,

....geile Handskizze, Respekt !!

Grüsse

Manne
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Mercedes-Benz LK / LN2 (Leichte Klasse)

Der LK/LN2 (Baumuster 673, 674, 675, 676, 677, 678, 679) ist der Nachfolger des LP (leicht) und der Vorgänger des Atego. Er wurde im Daimler-Benz Werk Wörth am Rhein und später auch im Werk Ludwigsfelde (der erste LK/LN2 814 rollte dort am 8.2.1991 vom Band) gebaut.
Er deckte die Baujahre 1984-1998 ab und wurde mit folgenden Motoren ausgeliefert: OM 364 (Vierzylinder), OM 364 A (=Aufladung =Turbolader), OM 364 LA (=Turbolader und Ladeluftkühlung), OM 366 (Sechszylinder), OM 366 A, OM 366 LA und OM 904 LA (Vierzylinder Eco Power).
Es gab den LK/LN2 mit den Verkaufsbezeichnungen 609 (Export), 709, 809, 811, 814, 814 Eco Power, 817, 914, 914 AK (=Allrad Kipper), 917, 917 F (=Feuerwehr), 917 AF (=Allrad Feuerwehr), 920 AF, 924 AF, 1114, 1114 AK, 1117, 1120, 1120 F, 1120 AF, 1124 F, 1124 AF, 1224 F, 1224 AF, 1314 AK, 1317 AK, 1324 AK und 1524 F. Dabei stehen die hinteren beiden Ziffern grob für die Motorleistung (x10 nehmen) und die davor stehende(n) Ziffer(n) grob für das zul. Gesamtgewicht in t.