Umrüstung auf Split-Getriebe GV 4/65 6/9,0
#11
8. Tag

# pneumatisch (Vorschaltgruppe) ✓

Das Getriebe verfügt jetzt über alle Verbindungen

Der Schalthebel
   

Druckluft
   

Unterseite des Fahrerhauses
   

   

   


Im nächsten Schritt folgt die Montage der modifizierten Kardanwelle, die läßt noch ein bisschen auf sich warten.

Fortsetzung folgt

siegerland
Flüsternd  Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfasst  Zwinkernd
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#12
9. Tag

Juhu, die modifizierte Kardanwelle ist drin!

Die originale Kardanwelle musste auf bei unserer Kombination auf 806mm gekürzt werden, da das GV4 und das Zwischengetriebe unterschiedliche Flanschdurchmesser aufweisen, erhielt der Kardan eingangsseitig zusätzlich einen neuen Flansch. Den Umbau der Kardanwelle hat eine Gelenkwellendienst übernommen.

Den Einbau wiederum machten wir selbst:
   

Die Getriebeausgangseite
   

Die Eingangseite des Zwischengetriebes VG550-3W
   

Noch mal eine Totale in Fahrtrichtung.
   


Grundsätzliche Tipps für den geneigten Nachahmer:

# baut das Spendergetriebe immer an einem Schlachtobjekt aus, nur so spart ihr Euch die aufwändige Suche nach den Peripherie-Teilen, verhandelt einen Set-Preis, da kommt ihr am günstigsten weg
# Achtet auf den Getriebewellenstummel, zeigt dieser starke Einlaufspuren muss das Getriebe überarbeitet werden, das ist uns nämlich passiert, über die Renovierung des GV4 mache ich bald mal einen eigenen Bericht
# der Einbau des Getriebes war im Vergleich zur Revision desselben ein Klacks, wir waren aber froh eine Halle gefunden zu haben, möchte mir nicht ausdenken, wie das ohne Dach gelaufen wäre. Schön auch wenn man nach Feierabend einfach mal die Brocken (Werkzeug, etc.) liegen lassen kann.
# Kardangelenke fetten
# Länge des neuen Kardans erst <U>nach</U> Einbau des Getriebes ermitteln
# auf Unterschiedlichkeiten bei Spenderfahrzeug und empfangendem Fahrzeug achten
# Umbau auf Euer Fahrzeug anpassen (Gegebenheiten können sich natürlich von unserem Auto unterscheiden)


Teile die ihr braucht:

# Das Getriebe als solches (Bei uns Baumuster 714681, Achtung es gibt verschiedene Varianten)
# das Schwungradgehäuse
# Schwungrad
# Kupplungsglocke
# Reibscheiben
# alle Bauteile in der Kupplungsglocke, hier gegebenenfalls das Ausrücklager checken
# das Schaltgestänge
# den Schaltknauf, Schlatsack, und weitere dazu gehörende Teile unter dem Fahrerhaus
# Tekalanrohr für die Pneumatik
# im Fußraum das Steuerventil, das vom Kupplungspedal ausgelöst wird
# und das Podest, sprich dieser Winkel an dem das Steuerventil hängt (gibt es nicht mehr als Ersatzteil)
# wahrscheinlich eine neue Mitnehmerscheibe
# Adapterplatte für das Schaltgestänge
# Verlängerung der Kupplungshydraulikleitung (oder eine ganz neue länger bauende)
# neue Dehnschrauben (siehe Bericht)

To be continued.

siegerland
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#13
Vielen Dank für den echt interressanten bericht, wirklich gut dokumentiert .
Freue mich auf die fortsetzung.
Vieleicht täuscht mich das bild, aber auf der verzahnung für die kuppl-scheibe,resp.auf der getriebe-eingangswelle habt Ihr eher zu grosszügig fett aufgestrichen. Dieses wird sich durch die zentrifugalkraft von der welle trennen und die kuppl.scheibe verschmieren. Eigentlich braucht es dort kaum fett da sich die scheibe auf der welle auch nicht seitlich bewegt. Das fett hat nur die funktion Rostbildung zu verhindern da sonst die scheibe sich nicht mehr "frei und locker " auf der welle bewegen kann, aber mit bewegen ist nur gemeint sich lösen resp. entspannen sobald auf das kuppl.pedal getreten wird.
Hier wird häufig viel zu viel fett aufgetragen. Fett und oeldämpfe sind gift für die kupplungsbelaege, nicht weil diese dann schleifen sondern umgekehrt, sie "kleben" und verursachen ein rupfen beim anfahren.
Gruss John
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#14
Hallo John, vielen dank für die Info und die kleine Anerkennung . Ich werde mir die Situation noch mal aus dem Gedächtnisprotokoll abrufen und gegebenenfalls die zu viel aufgetragene Paste entfernen.

Gruß

Stefan
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#15
Stefan, ich denke du kommst da nicht mehr ran. Beim "alten" getriebe rep.kupplungsglocke war ja eine grosse Öffnung unten durch welche du mit einem reinigungslappen oder -papier hättest ein teil des fett wieder abtragen können. Aber bei der aktuellen Kombination hast du eigentlich kein zugang mehr zur kupplungswelle.
Oder?
Das grösste problem sehe ich aber bei dem aufgetragenen metellkleber am führungszapfen der kupplungwelle: ist diese nun mit dem Kugellager im Schwungrad "verklebt" hast du eigentlich keine chance mehr das getriebe wieder zurückzuziehen res. auszubauen. Du wirst irgendwas zerstören müssen aber auch so wird es schwierig da der aussendurchmesser vom Kugellager viel grösser ist als der Durchmesser der Bohrung in der mitte der kuppl.scheibe. Das Kugellager, auch wenn du es aus dem Schwungrad reissen könntest (was ich bezweifle )
wird sicher nicht durch die kuppl.scheibe gehen, und diese ist ja mit Druckplatte, oder nennt ihr das in D.land
Kupplungsautomaten? am Schwungrad festgeschraubt.
Bleibt nur die Hoffnung das dein Metallkleber nichts taugt. Es war eh keine gute idee: der führungszapfen der kuppl-welle sollte "frei" sein im lager, nicht "verklemmt"
Sorry, bad news, but... Ich verfolge aber gerne deinen umbau und denke es lohnt sich sowas zu tun.
Gruss John
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#16
Hallo,

vielen Dank für die konstruktive Kritik und Deine Sorgen.

Das sicher etwas zu großzügige Auftragen von Molykote können wir ohne erneute Demontage nicht mehr von außen entfernen. Die verwendete Menge machte vom Volumen her vielleicht den vierten Teil eines handelsüblichen Zuckerwürfels aus, wenn überhaupt. Also da habe ich schon deutlich ölverschmutztere Kupplungsräume gesehen. Über das Wenige machen wir uns nicht zuviel Gedanken.

Was die die Passung zwischen Pilotlager und Kurbelwellenstummel anbetrifft: die haben wir aufeinander abgestimmt, der Dreher hat sozusagen eine H-Fluff-Passung hergestellt. 17mm +/-; wir hatten ihm das Kugellager 63032Z mitgegeben (das Original 6204 konnten wir ja wegen des abgedrehten Stummels nicht mehr verwenden).

Der Stummel ist jetzt mit der Innenseite des Innenrings des Kugellagers so verbunden, dass er <U>nicht</U> im Pilotlagerinnenring frei dreht. Das Passmaß zwischen Kurbelwellenstummel und Pilotlager stellt ja einen Kompromiss aus Montierbarkeit und dicht Frei-Drehen dar, deswegen ein wenig Kontaktkleber (nicht die Endfest-Variante).

Zur Probefahrt sind wir gestern dann nicht mehr gekommen, es waren noch zu vielen Peripherie-Arbeiten notwendig, die jetzt einfach gemacht werden mussten, aber nichts mit dem Umbau zu tun hatten: Entfetten, Lackieren, Batteriekasten und Fender montieren, Tankzu- und Rückführung eine Großloch weiter hinten im U-Profil verlegen.

Ob es heute Abend gelingt?

Gruß

Stefan
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#17
Ja so habe ich mir vorgestellt das du gedacht hast betr. dem sinn und zweck des metallklebers. Wahrscheinlich war die pilot-führung eingelaufen und du wolltest mit dem kleber solch einem schaden vorbeugen. Eingelaufen wird die welle aber nur sein weil das lager irgendwann mal verklemmt war . Das mitlaufen vom lager mit der welle ist in jedem fall sicher, auch ohne kleber: das gewicht der kuppl.scheibe reisst den innenring mit.
Diese situation ensteht ja auch nur solange bei laufendem motor die kuppl.gedrückt wird, in jedem anderen fahrsituation hat das lager eigentlich keine funktion, zumindest nicht "als kugellager", rein theoretisch könnte eine abstzützfunktion vom vorderen ende der kuppl.welle dort stattfinden , aber in wirklichkeit wird die welle im fahrbetrieb ja durch die angepresste kuppl.scheibe geführt.
Wie schon gesagt, aegerlich wird es erst wenn das getriebe irgendwann mal runtermuss. Hoffentlich bist du dann zuhause und nicht irgendwo unterwegs, der kleber könnte ein gewaltiges problem darstellen.
Ich wünsche dir eine positif beeindruckende probefahrt, bin echt gespannt was du danach denkst. Wahrscheinlich ist der unterschied gewaltig, aber wohl eher erkennbar bergauf mit beladenem fahrzeug.
Gruss Johnt
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#18
Hallo John,

alles richtig was Du schreibst. Nun, wir haben das Getriebe zur Sicherheit dann doch nochmal rausgezogen, war überhaupt kein Problem.

Der abgedrehte Getriebewellenstummel und die Verzahnung sind zu sehen:
   

Und nun, alles fix wieder zusammenbauen:
   

Danke nochmal für den Tipp und Dein Bemühen.

Desweiteren legten wir Hand an die allgemeine Substanz. Am Fahrzeugrahmen und Fahrwerk klebten gefühlte zwei Pfund Gemisch aus verharztem Fett, über Jahre verschleudert von den Kardangelenken und ausgeschwitzt von diversen Anbauteilen. Dieses Öl und Fett war verbacken mit dem Schmutz der Straßen und wurde durch reichlich Putzen entfernt. Die Pampe hat zwar auch konservierende Wirkung, aber es gibt doch auch gute Gründe ein sauberes Auto zu haben, jetzt, wo noch alles offen ist, kann man das ruhig mal machen, wahrscheinlich das erste mal seit fast 30 Jahren.

Ein kleine Rostkur haben wir dem Chassis noch angedeihen lassen, Zutaten: Reinigungsscheiben, Grundierung und 2K-Lack, einige wenige Anbauteile wurden gestrahlt und verzinkt.

Stefan


P.S.
Zitat:und diese ist ja mit Druckplatte, oder nennt ihr das in D.land
Kupplungsautomaten?
Kupplungsmitnehmerscheibe heißt das glaube ich , aber ich denke das Kind hat viele Namen
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#19
.....Hätte ich auch gemacht, Ihr hattet ja das notwendige werkzeug noch quasi in der Hand.....
.....erlaubt auch besseren schlaf, keine bösen traüme ,lieber eine fata-morgana in der wüste erleben als ein albtraum zu hause
Taugte dein Kleber nichts oder wurde dieser event. abgestreift durch die H. Fluff paarung?
Gut macht Ihr all die "dreckarbeit" jetzt, ist ja auch viel zugaenglicher als mit wohnkoffer drauf.
Und wenn das mobil mal fertig ist (ist es eigentlich nie) dann brauchst du deine freizeit zum reisen und nicht dreck abkratzen.
Grüsse aus dem sehr warmen süden der CH
John
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#20
10. Tag

So Leute,

das Ding läuft.  Freuend

Fix noch ein frisch verzinktes Bauteil angeschraubt...
   

Wir können es kaum erwarten:  Freitag 17:00 Uhr
   

Was soll ich sagen, das Splitgetriebe funktioniert!



Link zum Video auf Youtube

Viel Spaß beim Nachahmen.


Stefan

P.S.

pft-tsch-pft-tsch  Zwinkernd
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